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W3C feiert Fortschritte des Semantischen Webs auf der SemTech 2009

Veröffentlicht am 15 Juni 2009

Produktive Linked Data-Gemeinschaft, e-Government und Industrie zeigen Unterstützung für wachsenden W3C-Standards Stapel

Der technische Stab von W3C und mehr als 30 W3C-Mitglieder werden in dieser Woche auf der Semantischen Technologie Konferenz (SemTech)in San Jose, Kalifornien, dabei sein. Die von W3C-Mitarbeitern und Mitgliederorganisationen geführten Tagungen beleuchten die beschleunigte Frequenz von Einführung und Verwendung der Semantischen Webtechnologien im vergangenen Jahr. Im Speziellen betonen die Vorträge eine produktive Linked Data-Gemeinschaft in der Verwaltung, im Gesundheitswesen, auf dem Finanzsektor und in anderen Industriezweigen, welche sich der Einführung von auf W3C-Standards basierenden Semantischen Webtechnologien widmen.

„Wir haben eine wachsende Zahl von Semantischen Web Anwendungsfällen und Fallstudien in den vergangenen 12 Monaten gesammelt,“ sagte Ivan Herman, Leiter der Semantischen Web Aktivitäten für W3C. „Was mich begeistert ist die Verschiedenartigkeit der Anwendungsgebiete für das Semantische Web, inklusive mehr Software, Dienste und Werkzeuge, genauso wie die erfolgreiche Verwendung in Industrie und Handel.“

W3C sammelt und veröffentlicht Semantisches Web Anwendungsfälle und Fallstudien als Teil seines Gemeinschaftserstellungs- und Kontaktprogramms.

SemTech Kongressteilnehmer sind eingeladen, den W3C-Stand (Nummer 120) während der Konferenz zu besuchen.

Gemeinschaft benötigt Fortschritte für Standards für Netz der Daten

W3C Moderatoren werden Fortschritte in semantischen Werkzeugen, die Menschen helfen, ihre Daten zu erstellen, zu organisieren und zu verwalten, diskutieren. Die sich entwickelnden Standards bieten Werkzeuge für:

  • Wissensdarstellung im Web. Daten im Web werden mittels Begriffen wie „Autor“, „Flugnummer“ oder „Kontonummer“ ausgedrückt. Wenn Menschen diesen Begriffen eine Bedeutung zuordnen und die Beziehung dazwischen ausdrücken wollen („Im Französischen bedeutet ‚auteur‘ das gleiche wie ‚author‘ im Englischen“), dann können sie die Web Ontology Language (OWL – Web Ontologie Sprache) benutzen.
  • Wissensorganisationssysteme wie beispielsweise Thesauri, Klassifizierungsschemen, Schlagwortsysteme und Taxonomie. Die neue Simple Knowledge Organization System (SKOS – Einfaches Wissensorganisationssystem)-Spezifikation wurde schon von Bibliothekaren und anderen genutzt, um mehr als 20 Thesauri zu erstellen, inklusive der United States Library of Congress Authorities and Vocabularies und des Leibnitz Informationszentrums für Wirtschaft der Deutschen Nationalbibliothek für Wirtschaft.
  • Inhaltsbeschreibungen, die es einfacher machen, Informationen, welche einer Vielzahl von Ressourcen im Web hinzugefügt wurden, zur Verfügung zu stellen, anzupassen und zu vertrauen (Siehe auch Anwendungsfälle). Das Protocol for Web Description Resources (POWDER – Protokoll für Webbeschreibungsressourcen) spricht das Problem der einfachen Veröffentlichung vertrauenswürdiger Metadaten für eine Vielzahl von Webressourcen an. Der POWDER Primer listet eine Reihe von Vorteilen für verschiedene Zielgruppen, wie beispielsweise: Endnutzer können einfacher die Vertrauenswürdigkeit von Informationen beurteilen, Herausgeber sind in der Lage, mehr Semantik zu bestehenden Informationen hinzuzufügen und Dienstanbieter können Personalisierung der Inhalte in Echtzeit anbieten.
  • Regelsysteme, die Anwendungsfälle in einer Vielzahl von Disziplinen adressieren, wie: die Fähigkeit e-Business-Verträge übergreifend über Regelplattformen abzuschließen, Geschäftspolitiken und -praktiken über organisatorische Grenzen hinweg zu verwalten, Regelunterstützung für medizinische Entscheidungen. Das Primärziel des Rules Interchange Format (RIF – Regelaustauschformat) ist es, ein effektives Mittel von Austauschregeln (wie bspw. „business rules“) in einer Art und Weise zu sein, die großflächig in der Industrie  angewendet wird und dabei mit bestehenden W3C-Technologien konsistent ist.

W3C arbeitet weiterhin mit Gemeinschaftsmitgliedern, um neue Standards für die Weiterentwicklung und Realisierung des Sematischen Webs zu überprüfen und zu empfehlen. Rechtzeitig zur SemTech gibt W3C bekannt, dass SKOS und OWL als vorgeschlagene Empfehlung fast fertig sind. OWL2 ist ein Candidate Recommendation (Bewerbervorschlag), was bedeutet, dass er technisch ausgereift und bereit für Implementierungen ist. OWL 2 baut auf den original OWL-Standards (2004 veröffentlicht) auf und fügt neue Merkmale, die von der Gemeinschaft nachgefragt wurden, hinzu. Das Grunddesign von RIF ist jetzt vollständig, und W3C hofft, diese Woche „Last Call“-Entwurfsspezifikationen verkünden zu können, was bedeutet, dass die Öffentlichkeit die technische Ausgereiftheit des Dokuments bestätigen kann.

Über das World Wide Web Konsortium [W3C]

Das World Wide Web Konsortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem  Mitgliederorganisationen, ein Vollzeit-Mitarbeiterstab und die Öffentlichkeit zusammenarbeiten, um Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Aufgabe  hauptsächlich über die Erstellung von Web-Standards und Richtlinien, die gedacht sind, das Langzeitwachstum des Webs sicherzustellen. Über 400 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. W3C wird gemeinschaftlich vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, dem Europäischen Forschungskonsortium für Informatik und Mathematik (ERCIM) mit Hauptsitz in Frankreich und der Keio Universität in Japan geführt und besitzt weltweit zusätzliche Niederlassungen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/.

Kontakt Amerika, Australien
Ian Jacobs, <ij@w3.org>, +1.718.260.9447 oder +1.617.253.2613
Kontakt Europa, Afrika und der Mittlere Osten
Marie-Claire Forgue, <mcf@w3.org>, +33.492.38.75.94

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