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W3C weist den Weg zur webbasierten Digital Signage

Veröffentlicht am 20 Juli 2012

http://www.w3.org/ — 18. Juli 2012— Das W3C gab heute neue Impulse für das Netz als zukünftige interoperable Plattform für Digital Signage. Dazu veröffentlichte das Konsortium eine Zusammenfassung von Schwerpunktthemen und Anwendungsfällen sowie eine erste Lückenanalyse zur Erweiterung des Webs um die Möglichkeit, das Digital Sinage-System zu transformieren.

“Die zunehmende Verbreitung der Digital Signage hat viel Aufmerksamkeit dadurch erzeugt, dass sie Medieninhalte an eine breite Öffentlichkeit bringt”, sagte Katsuhiko Kawazoe, Vizepräsident, NTT. “Für noch mehr Wachstum werden wir die allgemeinen Kosten senken müssen. Der effektivste Ansatz wäre, das Netz zur zukünftigen Digital Signage-Plattform zu machen. NTT arbeitet daran, die Kommunikation zwischen persönlichen Geräten wie Telefonen oder Tablets zu verstärken und digitale Beschilderung weiter zu verbreiten.”

Digital Signage nimmt zu, Interoperabilität bleibt aus

Die Einsatzmöglichkeiten von Digital Signage sind äußerst vielfältig. Ob in Sportarenen, Bahnhöfen, Geschäften oder im Aufzug – digitale Anzeigetafeln können überall und in jeglicher Form und Größe eingesetzt werden. Je nach Einsatzbereich können die Funktionen über das einfache Abbilden von Medieninhalten hinausgehen; so zeichnen sich zum Beispiel Infoterminals durch ihre interaktiven Funktionen aus. Einer im Mai 2011 veröffentlichten Studie von ABI Research zufolge, wird der globale Markt für Digital Signage – dazu zählen sowohl Bildschirme, Abspielgeräte, Software als auch Installations- und Instandhaltungskosten – von ungefähr 1,3 Milliarden Dollar im Jahr 2010 bis 2016 auf bis zu 4,5 Milliarden anwachsen.

Diese Aussichten klingen vielversprechend, doch kann die fehlende Interoberabilität dazu führen, dass Anwendungsmöglichkeiten verhindert werden und Kostenreduzierungen nicht umgesetzt werden können. Das bestätigt der im November 2011 veröffentlichte ITU-T Bericht : “Die Tatsache, dass die meisten digitalen Beschilderungssysteme proprietäre Systeme sind, erschwert die Integration verschiedener Anwendungen über unterschiedliche Netzwerke und Anbieter. Solange Produkte unterschiedlicher Anbieter nicht interoperabel sind, wird es weiterhin aufwendig und kostspielig sein, digitale Beschilderungssysteme zu bauen und zu erweitern.”

Industrien erkennen Vorzüge der Interoperabilität

Interoperabilität bedeutet, mehr Menschen auf verschiedenen Geräten zu erreichen. Zu diesem Zweck bauen bereits sowohl die Mobil- und Fernsehindustrie als auch die eBook-Industrie und andere Unternehmen auf das Internet. Und die Digital Signage-Industrie steht kurz davor. Das geht auch aus dem ITU-T Bericht hervor, in dem die Autoren W3C-Standards HTML5, CSS und SMIL diskutieren und sie im Hinblick auf die auftretenden Standards für Digital Signage bewerten.

Im Juni diskutierten Industrieakteure im Rahmen des vom NTT ausgerichteten W3C-Workshops “ All Signs Point to the Web” erstmals die neue Generation webbasierter digitaler Beschilderungsdienste. Die Teilnehmer diskutierten verschiedene Anwendungsfälle wie die Verbindung zwischen öffentlichen Beschilderungen und persönlichen Geräten: Solche Verbindungen erlauben standortbezogene Dienste in Echtzeit, die vor allem für zielgruppenspezifische Werbung, Inhaltsadaptionen relevant sind sowie neue Möglichkeiten der Nutzung sozialer Netzwerke eröffnet. Aus der Diskussion über Werbung, automatisierte Verkaufssysteme, Erweiterte Realität, Notfallbenachrichtigungen und anderen Anwendungsfällen erarbeiteten die Workshop-Teilnehmer folgende Themen, die vom W3C weiter verfolgt werden sollten:

  • Vertrauen (Privatsphäre, Sicherheit, Herkunft)
  • Bediener-Interaktionen (u.a. Accessibility)
  • Geräte-Interaktionen (u.a. Übertragungskontext, Auffindung, mehrere Bildschirme)
  • Erstellung und Content Management

Mehr als 30 Firmen und Agenturen (hauptsächlich aus asiatischem Raum) nahmen an dem Workshop in Chiba, Japan, teil: Accessible Media Inc. (AMI), Canon, Digital Signage Consortium, Ericsson, ETRI, Fraunhofer FOKUS, Fujifilm, Future Web Technology, Hakuhodo DY Media Partners Inc., Hitachi, IAdea, INNES, Intel, JASPA, East Japan Marketing & Communications, Inc., KDDI, Keio University, japanisches Ministerium für innere Angelegenheiten und Kommunikation, Mitsubishi Electric, Mitsubishi Research Institute, Nano Opt Media, NEC, Newphoria, NHK Enterprises, NTT group companies, Opera Software, Panasonic, Panasonic Digital Communications, SMART Communications, Smith-Kettlewell Rehabilitation Engineering Ctr. Toshiba, TTA, und Yahoo! Japan.

W3C heißt neue Mitglieder für die W3C-Gruppe Web-based Signage Business Group willkommen, um gemeinsam Anwendungsfälle detailliert zu analysieren und Standardisierungs auszuarbeiten.

Über das World Wide Web Konsortium [W3C]

Das World Wide Web Konsortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem Mitgliederorganisationen, ein Vollzeit-Mitarbeiterstab und die Öffentlichkeit zusammenarbeiten, um Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Aufgabe hauptsächlich über die Erstellung von Web-Standards und Richtlinien, die gedacht sind, das Langzeitwachstum des Webs sicherzustellen. Über 400 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. W3C wird gemeinschaftlich vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, dem Europäischen Forschungskonsortium für Informatik und Mathematik (ERCIM) mit Hauptsitz in Frankreich und der Keio Universität in Japan geführt und besitzt weltweit zusätzliche Niederlassungen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/.

Kontakt

Ian Jacobs, <w3t-pr@w3.org>, +1.718 260 9447

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