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Schritt nach vorn: führende globale Standardisierungsorganisationen unterstützen „OpenStand“-Richtlinien

Veröffentlicht am 31 August 2012

IEEE, IAB, IETF, die Internet Society und das W3C laden weitere Standardisierungsorganisationen, Regierungen und Unternehmen ein, die Entwicklung globaler und offener Standards zu unterstützen, um Innovationen und grenzüberschreitenden Handelsverkehr zu stärken.

PISCATAWAY, N.J., und WASHINGTON, D.C., United States; GENF, Schweiz, und http://www.w3.org/ — 29. August 2012 — Fünf führende globale Organisationen – IEEE, das Internet Architecture Board (IAB), die Internet Engineering Task Force (IETF), die Internet Society und das World Wide Web Konsortium (W3C) – gaben heute die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung bekannt. Sie betonen darin die Wichtigkeit gemeinsam erarbeiteter Richtlinien, um globale offene Standards entwickeln zu können. Diese „OpenStand“ – Richtlinien basieren auf jenen effizienten Standardisierungsprozessen, durch welche bereits das Internet und das World Wide Web zur Hauptplattform für Innovationen und grenzüberschreitenden Handlungsverkehr geworden sind. Sie haben bewiesen, dass Standardisierung zur Förderung von Wettbewerben und Kooperationen und Innovationen beiträgt, Interoperabilität verbessert und somit schließlich zum Erfolg am Markt führt.

IEEE, IAB, IETF, die Internet Society und das W3C laden weitere Standardisierungsorganisationen sowie Regierungen, Kooperationen und Technologie-Innovatoren ein, sich weltweit für die Richtlinien einzusetzen, die unter open-stand.org abgerufen werden können.

Mit den OpenStand-Richtlinien reagieren die Organisationen auf die Anforderungen der heutigen Weltwirtschaft, die von technologischen Innovationen getrieben wird und die weltweite Entwicklung von Standards, unabhängig von ihrem formellen Status innerhalb traditioneller nationaler Institutionen, vorantreibt. Die OpenStand-Richtlinien fordern:

  • Kooperation unter den Standardisierungsorganisationen;
  • Einhaltung von Pflichtprozessen, Konsens, Transparenz, Ausgeglichenheit und Offenheit bei der Entwicklung von Standards;
  • Verpflichtung zu technischem Nutzen, Interoperabilität, Wettbewerb, Innovation und gesellschaftlichen Nutzen;
  • freie Verfügbarkeit der Standards; und
  • freiwillige Umsetzung.

„Die neue Dynamik und der Druck auf die globale Industrie haben dazu geführt, dass weltweit Standards entwickelt und eingeführt werden,“ sagte Steve Mills, Präsident der IEEE Standards Association. „Die zunehmende Globalisierung von Märkten, der schnelle technologische Fortschritt und die Forderungen nach kurzen Zeitspannen bis zur Markteinführung von Produkten zwingen Unternehmen dazu, effiziente Herangehensweisen zu entwickeln, um globale Standards zu definieren. In diesem Sinne fördern die OpenStand-Richtlinien ein effizienteres internationales Standardisierungs-Modell, das an die Anforderungen der heutigen Weltwirtschaft angepasst ist.“

Leslie Diale, CITO der Internet Society, fügt hinzu: „Die Entwicklung internationaler Standards für grenzüberschreitenden Handelsverkehr geschieht nicht ad hoc, sondern ist vielmehr als agiles Modell zu betrachten, das durch technischen Fortschritt und Nutzen angetrieben wird. Um die Erfahrungen und die Kreativität aus aller Welt im Umgang mit der Entwicklung von globalen Standards nutzen zu können, übertragen die OpenStand-Richtlinien das Bottom-Up-System auf die kooperative Entwicklung von Standards in allen Technologiebereichen, welche die heutige Wirtschaft voranbringen.

Zu den Standards, die von den OpenStand-Richtlinien entwickelt und umgesetzt wurden, zählen die IEEE-Standards für die physische Internetkonnektivität, die IETF-Standards für eine weltweite End-to-End Internet-Interoperabilität sowie die W3C-Standards für das World Wide Web.

„Sowohl das Internet als auch das World Wide Web haben einen ökonomischen und gesellschaftlichen Wandel herbeigeführt, der das Leben von Millionen von Menschen beeinflusst hat. Die effiziente Standardisierung von Technologien stellte sich dabei als Erfolgsfaktor für das globale Internet heraus,“ erklärte Russ Housley, Vorstand der IETF. „Diese globalen Standards wurden im Hinblick auf exzellente technische Qualität entwickelt und im Zuge der Kooperation mit zahlreichen unterstützenden Unternehmen weltweit übernommen. Die Ergebnisse haben alles übertroffen, was andere Standardisierungs-Modelle bisher erreicht haben – sie haben im wahrsten Sinne die Welt verändert.“

Weltweit implementierte Standards für Design-Automation, die den Weg für einen signifikanten Vorsprung in der Definition komplexer Elektroniklösungen bereitet haben, stellen ein weiteres Beispiel für die Standards dar, die im Sinne der OpenStand-Richtlinien entwickelt wurden. In den nächsten Jahrzehnten werden vor allem im Bereich der globalen Smart-Grid-Entwicklung Standards zu erarbeiten sein, um mit Hilfe eines Two-Way, End-to-End-Kommunikationsnetzwerks den Ausbau regionaler Energieerzeuger und Energieverteiler zu unterstützen und den Energieverbrauch zu kontrollieren.

„Denken Sie nur an all das, was das Internet und das WWW im Laufe der letzten 30 Jahre ermöglicht haben – die Gesellschaft, Politik und der Handel wurden grundlegend verändert,“ sagt Jeff Jaffe, CEO des W3C. „Es ist erstaunlich, dass eine kleine Anzahl von Organisationen und Richtlinien einen derart großen Einfluss auf Gesellschaft, Innovation und weltweiten Wettbewerb gehabt haben.“

Auch Bernard Aboba, Vorsitzender des IAB, verweist auf die Geschichte des Internets: „Das Internet basiert auf Spezifikationen, die freiwillig auf der ganzen Welt übernommen wurden. Indem den aktuell laufenden Codes, der Interoperabilität und der Umsetzung eine höhere Bedeutung zugesprochen wurde als dem formellen Status, führte das Internet eine Demokratisierung in der Entwicklung von Standards herbei: Spezifikationen, die ursprünglich außerhalb der Standardisierungsorganisationen entwickelt wurden, wurden an ihrem technischen Nutzen und ihrer Implementierung gemessen und gewannen Anerkennung. Somit trugen auch diese zur Schaffung einer globalen Gemeinschaft bei, deren Ziel es ist, einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Nun laden wir sowohl Standardisierungsorganisationen als auch Regierungen, Unternehmen und Interessierte ein, uns auf open-stand.org beizutreten, um die OpenStand-Richtlinien zu bestätigen, die das Internet bis heute vorangetrieben, viele weitere wichtige Standards gefördert haben und es auch in Zukunft unterstützen werden.“

Über IEEE

Die IEEE, eine große, globale Organisation für Professionelle aus dem technischen Bereich, hat sich dem Ziel verpflichtet, Technologien und deren Einsatz zum Nutzen der Allgemeinheit zu fördern. Über vielfach zitierte Publikationen und anerkannten Konferenzen, technologische Standards sowie fachliche und Fortbildungsaktivitäten, genießt die IEEE eine hohe fachliche Reputation zu einer breiten Palette an Themen, wie Raumfahrtsysteme, Computer und Telekommunikation, Biomedizintechnik, Elektroenergie und Konsumgüterelektronik. Weitere Informationen: http://www.ieee.org.

Über das Internet Architecture Board (IAB)

Das Internet Architecture Board (IAB) ist ein Komitee der Internet Engineering Task Force (IETF) und steht der Internet Society (ISOC) beratend zur Seite. Das IAB ist zuständig für die Überwachung verschiedener Aktivitäten der IETF und des Internetstandardisierungsprozesses. Zudem kontrolliert es den RFC Editor und ist verantwortlich für die Verwaltung der IETF Registries.

Über die Internet Engineering Task Force

Die Internet Engineering Task Force (IETF) ist eine offene, internationale Gesellschaft von Netzwerktechnikern, Herstellern, Händlern und Forschern, die sich mit der Evolution der Internetarchitektur und mit dem reibungslosen Betrieb des Internet befasst. Die IETF ist eine organisierte Aktivität der Internet Society.

Über die Internet Society

Die Internet Society ist eine weltweite, vertrauenswürdige, unabhängige und führende Einrichtung für Internet Policy, technologische Standards und zukünftige Entwicklungen. Basierend auf grundlegenden Visionen technologischen Grundlagen, arbeitet die Internet Society mit ihren Mitgliedern und Verbänden auf der ganzen Welt zusammen, um die kontinuierliche Evolution und das fortwährende Wachstum des Open Internet durch den Dialog mit Firmen, Regierungen und anderen Organisationen verteilt auf dem Globus voranzubringen. Mehr Informationen finden Sie auf http://www.internetsociety.org.

Über das World Wide Web Konsortium (W3C)

Das World Wide Web Konsortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem Mitgliederorganisationen, ein Vollzeit-Mitarbeiterstab und die Öffentlichkeit zusammenarbeiten, um Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Aufgabe hauptsächlich über die Erstellung von Web-Standards und Richtlinien, die gedacht sind, das Langzeitwachstum des Webs sicherzustellen. Über 400 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. W3C wird gemeinschaftlich vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, dem Europäischen Forschungskonsortium für Informatik und Mathematik (ERCIM) mit Hauptsitz in Frankreich und der Keio Universität in Japan geführt und besitzt weltweit zusätzliche Niederlassungen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/.

Kontakt

Shuang Yu, for IEEE Standards Association
+1 732-981-3424
shuang.yu@ieee.org

Wende Cover, for IAB, IETF and Internet Society
+1 703 439 2773
cover@isoc.org

Marilyn Siderwicz, for W3C
+1 617 258 5263
msiderwicz@w3.org

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