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W3C-Workshop strebt Interoperabilität bei Web-Payment an

Veröffentlicht am 04 Februar 2014

Die Finanzindustrie nutzt die Open Web Platform, um Auswahlmöglichkeiten und Zufriedenheit der Kunden zu verbessern. Dabei werden auch Entwickler entlastet und Anbieter gestärkt.

Das World Wide Web Consortium (W3C) lädt die Finanztechnologie-Community zum Workshop “Web & Payment” am 24. und 25. März 2014 in Paris ein. „How do you want to pay?“ ist das Thema des Workshops, an dem W3C-Mitglieder und Nichtmitglieder teilnehmen sowie u.a. politische Einrichtungen, Banken, Kreditkartenunternehmen, Mobilnetzwerkbetreiber, Zahlungsservice-Anbieter, Technologieunternehmen, Einzelhändler, Inhaltsersteller und andere. Das Ziel des Workshops ist es, die online vorhandenen Zahlungsmöglichkeiten zu erweitern und die Kundenzufriedenheit zu verbessern. Gleichzeitig soll es Web-Entwicklern leichter gemacht werden, bestehende und zukünftige Zahlungsmöglichkeiten zu unterstützen und es somit Zahlungsanbietern zu ermöglichen, problemlos zwischen verschiedenen Lösungen, Geräten und Plattformen zu wählen.

Weltweit besteht die Landschaft aus einer Vielzahl proprietärer Zahlungssysteme und -prozesse. Bis vor Kurzem mussten Onlineüberweisungen einen komplizierten Zahlungsermächtigungs- und Zahlungsauftragsprozess durchlaufen. Neue Anwendungen und Geräte wie Smartphones und Tablets erhöhen diese Komplexität noch. Vorreiter unter den Finanzakteuren haben nun erkannt, dass die Zeit gekommen ist, um eine gemeinsame internetgestützte, standardisierte Grundlage für Zahlungen zu schaffen. Der W3C-Web-Payments-Workshop wird diejenigen zusammenbringen, die bereits jetzt daran arbeiten, Zahlungsprozesse zu entkoppeln, zu vereinfachen und zu verbessern, sodass neue Schnittstellen, Anwendungen und Schutzmaßnahmen geschaffen und eingesetzt werden können.

Fakten und Prognosen aus der Industrie

  • Der Markt für mobile Anwendungen wird weiter wachsen. Analysten rechnen mit einem Volumen von rund 151 Mrd. US-$ bis 2017.
  • HTML5 ist die führende plattformübergreifende Entwicklungsplattform. In „Predicts 2014: Mobile and Wireless“ fasst Gartner zusammen: „HTML5 wird die beste Option für eine breit verfügbare, plattformneutrale Technologie zur Zulieferung von Anwendungen sein, welche imstande ist, anspruchsvolle Anwendungen mit guten Nutzererfahrungen zu liefern“.
  • Allerdings kann noch mehr getan werden, um das Zahlungsmanagement für Appentwickler und Benutzer zu vereinfachen. Eine Umfrage von Vision Mobile weist darauf hin, dass 16.1% der Entwickler Monetarisierung als einen der Gründe nannten, weshalb sie HTML5 nicht als Hauptentwicklungsplattform nutzen.

Fragen, die der Workshop behandelt:

  • Was sind die Szenarien für Online-Zahlungen im Netz und wo versagen sie momentan? Wie können sowohl ältere als auch neue Geschäftsmodelle, die Transaktionen beinhalten, im Netz optimiert werden?
  • Welche Lücken existieren derzeit, die Zahlungen komplizierter machen als sie sein müssten? Was sind die verbreiteten Workarounds, die benutzt werden, um diese Lücken zu überbrücken, und wie kann sich die Webplattform anpassen, um diese Behelfslösungen überflüssig zu machen?
  • Das Netz wird zunehmend mobil. Wie beeinflusst dies die Zahlungslandschaft? Wie kann das Internet auf mobilen Plattformen nutzerfreundlicher werden?
  • Wie kann das Netz ein besseres Umfeld für globale Transaktionen schaffen, während es gleichzeitig lokale Gesetze und Vorschriften beachtet und sowohl alte als auch neue Geschäftsmodelle beachtet?
  • Welche alternativen Plattformen, Technologien und Geschäftsmodelle entstehen in diesem Bereich?

Schlüsselthemen:

  • Die Versprechen und Realitäten der mobilen Zahlungsabwicklungen sowohl aus Anbieter- als auch aus Nutzerperspektive;
  • Untersuchung der existierenden gewerblichen Anwendungsfälle. Der Fokus wird darauf liegen, Webtechnologien zu nutzen, um gleiche Rahmenbedingungen zu schaffen, sodass Zahlungsressourcen und -prozesse unabhängig von Zahlungslösungsanbietern sind.
  • Untersuchung der Auswirkungen neuer virtueller Zahlungsmittel auf den Zahlungsprozess (z.B. Bitcoin, MintChip, Oyster, iBeacon);
  • Unterstützung von Mehrwertdiensten von Nutzerzahlungen, wie zum Beispiel Zahlungstracking, Kaufempfehlungen, automatischen Umleitungen zu Spareinlagen und Investments, etc.
  • Der aktuelle Status von Web-Basistechnologien in diesem Bereich, einschließlich Authentifizierung, Near Field Communications (NFC), Web System Anwendungen, Netzsicherheitsprogrammierschnittstellen, Geräteprogrammierschnittstellen und mehr.

Details zum Workshop

W3C wird einen “Web & Payment”-Workshop durchführen, um Möglichkeiten für Zahlungsstandards in der Open Web Platform zu diskutieren.

Worum geht es?

Standardisierungsaktivitäten werden vor allem in Hinsicht auf per Browser oder App gemachte Zahlungsanfragen benötigt, und in Bezug auf Zahlungsnachweise für Käufer und Verkäufer. Zugehörige Standards für die Auswahl alternativer Zahlungsmöglichkeiten bei jeder einzelnen Transaktion müssen ebenso definiert werden.

Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos. Interessierte sollten jedoch bis zum 8. Februar einen Präsentationsvorschlag oder eine Interessenbekundung an das Workshop-Programmkomitee schicken. Wir rufen sowohl W3C-Mitglieder als auch Nichtmitglieder dazu auf, Vorschläge einzureichen. Bei der Vergabe der Teilnehmerplätze wird jenen Vorrang gegeben, die aktiv an der Weiterentwicklung neuer Standards mitarbeiten. Kandidaten, die vom Komitee ausgewählt wurden, werden bis Mitte März 2014 benachrichtigt.

Geladener Redner: Alexander Gee, Abteilungsleiter der Einheit für Zahlung der DG Competition der Europäischen Kommission.

Wer:

Workshop-Gastgeber: ingenico

Workshop-Sponsoren:

  • Gemalto
  • Dieser Workshop wird von der Europäischen Union durch das siebte Rahmenprogramm (FP7/2013-2015) unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 611327 (HTML5Apps) unterstützt.

Chairs des Programmkomitees:

  • Daniel Appelquist, Telefónica
  • Jean-Claude Barbezange, Worldline

Programmkomitee:

  • Erik Anderson, Bloomberg
  • Daniel Austin, PayPal
  • David Birch, Consult Hyperion
  • Hervé Bourdon, consultant
  • Stéphane Boyera, W3C
  • Steve Bratt, GS1
  • Peter De Caluwe, ingenico
  • David Ezell, NACS
  • Virginie Galindo, Gemalto
  • Prakash Hariramani, Google
  • Martin Hepp, Universität der Bundeswehr München
  • Jörg Heuer, Deutsche Telekom
  • Kris Ketels, SWIFT
  • Lucy Lynch, ISOC
  • Charles McCathie Nevile, Yandex
  • Dave Raggett, W3C
  • Natasha Rooney, GSMA
  • Manu Sporny, Digital Bazaar / PaySwarm
  • Stan Stalnaker, Hub Culture
  • Bryan Sullivan, AT&T
  • Evan Schwartz, Ripple Labs
  • Connie Theien, US Federal Reserve

Wo: Palais Brongniart (La Bourse), Paris, Frankreich

Wann: 24.-25. März 2014 

 

Über das World Wide Web Konsortium [W3C]

Das World Wide Web Konsortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem Mitgliederorganisationen, ein Vollzeit-Mitarbeiterstab und die Öffentlichkeit zusammenarbeiten, um Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Aufgabe hauptsächlich über die Erstellung von Web-Standards und Richtlinien, die gedacht sind, das Langzeitwachstum des Webs sicherzustellen. Über 400 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. W3C wird gemeinschaftlich vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, dem Europäischen Forschungskonsortium für Informatik und Mathematik (ERCIM) mit Hauptsitz in Frankreich und der Keio Universität in Japan geführt und besitzt weltweit zusätzliche Niederlassungen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/.

Kontakt

Ian Jacobs, <w3t-pr@w3.org>, +1.718 260 9447

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