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» 2017 » Februar

Die neue Zukunft des Verlagswesens – W3C und IDPF schließen sich zusammen

Veröffentlicht am 11 Februar 2017

Publishing@W3C steht für die Zukunft des Lesens, Verfassens, Veröffentlichens und Entdeckens von Inhalten mit Web-Technologien

https://www.w3.org/ – 1. Februar 2017 – Das World Wide Web Consortium (W3C) und das International Digital Publishing Forum (IDPF) haben heute offiziell ihre Organisationen vereint und folgen damit der Vision, die Verlagsindustrie und Web Technologien vollständig aufeinander abzustimmen, und eine Roadmap für die Zukunft des Verlagswesens zu schaffen. Das W3C ist die globale Standardisierungsorganisation hinter Webtechnologien wie HTML, CSS, SVG, XML und WCAG. Das IDPF hat den EPUB Standard entwickelt, der weltweit für Ebooks und digitale Publikationen verwendet wird.

Der Erfinder des World Wide Web und W3C Director Sir Tim Berners-Lee teilte erstmalig auf der IDPF DigiCon im Mai 2016 seine Vision für die Zukunft des Verlagswesens, indem er die Pläne öffentlich bekannt gab, W3C und IDPF zu vereinigen.

Die Mitgliedschaft des IDPF hat der Planung mit großer Mehrheit (88%) zugestimmt, und der IDPF Vorstand und das W3C haben den formalen Prozess abgeschlossen. Zusätzlich zu den IDPF Mitgliedern konnten zudem große Verlagshäuser davon überzeugt werden, lizenz- & patentfrei an einer offenen Zukunft von EPUB und der Open Web Platform zu arbeiten.

„Das W3C ist begeistert von der Möglichkeit, die Expertise der Verlagsindustrie und ihre weitreichenden Erfahrung und Tradition beim Erstellen von Büchern, Magazinen, Journalen und Lehrmaterial gemeinsam durch Publishing@W3C für die Entwicklung neuer Möglichkeiten und Funktionen im Verlagswesen zu nutzen“, sagte Dr. Jeff Jaffe, W3C CEO.

„Das Verlagswesen kann durch die Mitgliedschaft im W3C viel über neue Innovationen aus anderen Industrien lernen. In der Zukunft können Autoren ihre Publikationen nahtlos mit Webtechnologien wie Verlinkung, dynamische Dokumente, Volltextsuche und Multimediaelemente erweitern“, fügte Jaffe hinzu.

Der Chief Innovations Officer des Daisy Consortium und Präsident des IDPF, George Kerscher, fügt hinzu: „Durch die Vereinigung unserer Organisationen können wir nicht nur unsere Entwicklungsroadmaps zusammenlegen, sondern zusätzlich auch die Definition barrierefreier, nativ unterstützter Inhaltsformate – im Web oder Offline – beschleunigen.

Die gemeinsame Roadmap Publishing@W3C enthält Pläne für neue Standardisierungsarbeiten, die schon diesen Frühling beginnen sollen. Ihr Fokus liegt auf On- & Offline Zugang für digitale Publikationen mit dem Ziel, interaktive Inhalte auch offline nutzen zu können.

Das W3C hat eine separate EPUB (3.1) Community Group zur Weiterentwicklung und Wartung von EPUB 3 gegründet, die auch für nicht W3C Mitglieder zur Mitarbeit offen ist.

Weiter hat das W3C eine Publications Working Group vorgeschlagen, die sich mit der nächsten Generation von EPUB beschäftigen soll. Das nächste EPUB Summit wird am 9.-10. März in Brüssel, Belgien stattfinden.

Die neu gegründete W3C Publishing Business Group wird ihr erstes face-to-face Meeting am 13. März in London, UK abhalten. Die Mitarbeit in der W3C Publishing Business Group steht allen IDPF und W3C Mitgliedern offen. In der Business Group dreht sich alles um neue Wünsche und Anforderungen der Verlagscommunity, und sie wird als zentrales Diskussionsforum der Industrie dienen.

Bill McCoy wurde vom W3C ausgewählt, um einen reibungslosen Übergang ehemaliger IDPF Mitglieder, sowie weiteren interessierten Organisationen, in das W3C zu ermöglichen. Ehemalige Vorstandsmitglieder des IDPF werden neue Rollen im W3C Publishing Steering Committee übernehmen, und dort ihre strategischen Direktive einbringen sowie zwischen den verschiedenen Publishing@W3C Gruppen und der Verlangscommunity vermitteln.

 

Über das World Wide Web Consortium

Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem Mitgliedsorganisationen, ein fest angestelltes Team, und die Öffentlichkeit gemeinsam an der Entwicklung von offenen Webstandards arbeiten, wodurch ein langfristiges Wachstum des Web gesichert werden soll. Mehr als 400 Organisationen sind Mitglieder im W3C und teilen die Vision des „One Web“. Das W3C hat fundamentale Web Standards wie HTMl5 und CSS entwickelt, die die Grundlage für alle Webseiten bilden. 2016 erhielt das W3C einen Emmy Award für die Arbeiten an barrierefreien Untertiteln für Online Videos.

W3C wird gemeinsam vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, dem European Research Consortium for Informatics and Mathematics(ERCIM), beheimatet in Frankreich, der Keio Univerität in Japan und der Beihang Universität in China betrieben. Das W3C betreibt Büros in Australien, den Benelux Staaten, Brasilien, Finnland, Frankreich, Deutschland und Österreich, Griechenland, Ungarn, Indien, Italien, Korea, Marokko, Russland, Südafrika, Spanien, Schweden, Großbritannien und Nordirland. Weitere Informationen unter https://www.w3.org

EPUB ist ein eingetragenes Markenzeichen des W3C

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