W3C

W3C erweitert die Internationalisierung in der Speech Synthesis Markup Language

Unterstützung für die Sprachen der Welt in Voice-Applikationen

Kontakt für Amerika und Australien --
Janet Daly, <janet@w3.org>, +1.617.253.5884 oder +1.617.253.2613
Kontakt für Europa, Afrika und den mittleren Osten-
Marie-Claire Forgue, <mcf@w3.org>, +33.492.38.75.94
Kontakt für Asien --
Yasuyuki Hirakawa <chibao@w3.org>, +81.466.49.1170

(auch in Französisch und Japanisch verfügbar; siehe auch Übersetzungen in andere Sprachen)



http://www.w3.org/ -- 3. August 2006 -- Das W3C hat heute die Ergebnisse des zweiten Workshops zur Speech Synthesis Markup Language veröffentlicht, wo Sprachexperten aus aller Welt Ideen für die Erweiterung der von SSML 1.0 unterstützten Sprachen präsentiert haben.

Die Ergebnisse beinhalten eine neue Initiative, um die SSML 1.0 so zu überarbeiten, dass sie eine breitere Palette von Weltsprachen unterstützt, einschließlich der gesprochen Sprachen Mandarin, Hindi, Arabisch, Russisch, Hebräisch und anderer gesprochener Sprachen aus Indien und Asien.

Diese Ergebnisse bestärken wichtige Erkenntnisse aus dem ersten SSML Workshop in Beijing Ende letzten Jahres, die entscheidende Informationen über viele asiatische Sprachen gebracht haben. Die Ankündigung der Ergebnisse des zweiten Workshops dient als Aufruf an Forscher aus aller Welt zur Beteiligung an den Anstrengungen, die Spezifikation zu verbessern.

Voice-Applikationen und unterrepräsentierte Sprachen im Web nehmen zu

Schätzungen gehen davon aus, dass das World Wide Web innerhalb von drei Jahren signifikant mehr Inhalte in derzeit unterrepräsentierten Sprachen wie chinesischen und indischen Sprachfamilien enthalten wird.

In vielen Regionen, in denen diese Sprachen gesprochen werden, können die Menschen das Web leichter mit einem mobilen Endgerät als mit einem Desktop-Computer nutzen. Derzeit gibt es mehr als zehn mal so viele Handys auf der Welt wie PCs mit Internetanschluss.

Ein verbessertes SSML wird weltweit die Möglichkeit von Menschen verbessern, synthetisierte Sprache über Handys, Desktop-Rechner oder andere Geräte zu hören. Dadurch wird die Reichweite der Informationsverarbeitung und -verteilung in nahezu jeden Winkel der Welt ausgedehnt.

Die Palette der unterstützten Sprachen in den Standards auszuweiten ist entscheidend

Die Workshop-Teilnehmer sind zu Erkenntnissen gekommen, die eine Erweiterung des SSML-Standards stützen.

So haben die Workshop-Teilnehmer die Notwendigkeit formuliert, die Möglichkeit zum Ausdruck von Eingenschaften von gesprochener Sprache wie Ton, Silbenbetonung oder Akzent und Dauer in maschinenlesbarer Form in den Standard aufzunehmen. In einigen Sprachen sind diese Attribute ein wichtiger Faktor bei der Bestimmung der Wortbedeutung.

Das Ziel der nächsten Phase ist es, einige Basismechanismen zu identifizieren, die die Ausdruckskraft von SSML deutlich verbessern können, um so einen größeren Teil der Sprachen der Welt abdecken zu können.

W3C lädt bestehende und neue Mitglieder zur Beteiligung ein

Basierend auf den Ergebnissen des Workshops führt W3C die Arbeit an der Erweiterung und Verbesserung der Möglichkeiten von SSML fort. Organisationen - insbesondere solche mit muttersprachlichem Verständnis der Sprachen Japans, Chinas, Koreas, Russlands und Indiens - sind aufgefordert, sich dem W3C anzuschließen und an der W3C Voice Browser Activity mitzuwirken.

Über das World Wide Web Consortium [W3C]

Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem Mitgliedsorganisationen, ein Stab von Vollzeitmitarbeitern und die Öffentlichkeit gemeinsam daran arbeiten, Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Ziele hauptsächlich durch die Erstellung von Web-Standards und Richtlinien, die ein langfristiges Wachstum des Web sicherstellen sollen. Über 400 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. W3C wird gemeinsam vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, der European Research Consortium for Informatics and Mathematics (ERCIM) mit Sitz in Frankreich und der Keio University in Japan geführt und hat darüber hinaus ein Weltweites Netz von W3C-Büros. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/

Über das Deutsch-Österreichische W3C-Büro [W3C.DE/AT]

Das Deutsch-Österreichische Büro des W3C (W3C.DE/AT) am Fraunhofer-Institut Medienkommunikation ist der Repräsentant des W3C für den deutschen Sprachraum.  http://www.w3c.de/

Übersetzung: Thomas Tikwinski, W3C.DE/AT