W3C

Neue Standards für sprachgesteuerte Web-Applikationen verabschiedet

W3C standardisiert neue Funktionen für VoiceXML und bessere Spracherkennung

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(auch auf Französisch und Japanisch verfügbar; siehe auch Übersetzungen in andere Sprachen)



http://www.w3.org/ -- 19. Juni 2007 -- W3C hat heute neue Standards verabschiedet, die Mächtigkeit und Interoperabilität von Voice-Browsern und Spracherkennungssystemen verbessern. Die W3C Voice Browser Working Group hat die Arbeiten an VoiceXML 2.1 und Semantic Interpretation for Speech Recognition (SISR) 1.0 vollendet, zwei entscheidenden Bausteinen des W3C Speech Interface Framework. Testimonials von Unternehmen und Organisationen zeigen die starke Unterstützung für die neuen Standards.

Voice XML 2.1 standardisiert Interoperabilitätslösungen der Industrie

VoiceXML 2.1 erweitert die verbreitete VoiceXML 2.0 Dialogsprache um häufig implementierte Funktionen. Dazu gehören dynamische Referenzen auf Grammatiken und Skripte, die Erkennung von Unterbrechungen durch den Benutzer während einer Ansage und die Verarbeitung von mehreren Datensätzen eines Servers in einem Zugriff. Alle VoiceXML-2.0-Applikationen werden unter VoiceXML 2.1 ohne Änderungen lauffähig sein; weitgehende Interoperabilität ist damit möglich. 

SISR verbessert die Umwandlung von Sprache in Markup

Semantic Interpretation for Speech Recognition (SISR 1.0) ermöglicht es Entwicklern, textuelle Repräsentationen von Wörtern zu extrahieren und zu übersetzen, die von einem Spracherkennungssystem erkannt wurden, und die Ergebnisse anschließend in ein passendes Format für die Verarbeitung durch eine Sprach-Applikation zu strukturieren. Mit SISR könnte man zum Beispiel die Befehle für die Umwandlung des gesprochenen Satzes "Ich möchte von Köln nach Frankfurt fliegen" in Daten spezifizieren, die "Abflug: CGN" und "Ziel: FRA" enthalten. 

Ein Sprach-Interface-Framework von international führenden Forschern und Unternehmen

Zur Voice Browser Working Group von W3C gehören führende Organisationen in der Entwicklung von Sprach- und Web-Applikationen wie Aspect Communications; die Chinesische Akademie der Wissenschaften; Comverse Technology; Deutsche Telecom AG; France Telecom; Genesys Telecommunications Laboratories; HP; IBM; iFLYTEK; IWA-HWG; Intervoice; der Koreanische Verband für Information und Telekommunikation; Loquendo S.p.A.; Matsushita Electric Industrial Co., Ltd.; MITRE Corporation; Nuance Communications; Openwave Systems Inc.; SandCherry, Inc.; Toshiba Corporation; Voxeo Corporation; und Voxpilot Ltd.

Das W3C Speech Interface Framework umfasst die fertiggestellten Standards VoiceXML 2.1, SISR 1.0, die Speech Recognition Grammar Specification (SRGS 1.0) und die Speech Synthesis Markup Language (SSML 1.0). W3C erwartet, dass als nächste Teile des Speech Interface Frameworks CCXML, die Pronunciation Lexicon Specification (PLS 1.0) und SSML 1.1 als W3C Recommendations fertiggestellt werden. Die Voice Browser Working Group entwickelt darüber hinaus State Chart XML (SCXML) und VoiceXML 3.0.

Über das World Wide Web Consortium [W3C]

Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem Mitgliedsorganisationen, ein Stab von Vollzeitmitarbeitern und die Öffentlichkeit gemeinsam daran arbeiten, Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Ziele hauptsächlich durch die Erstellung von Web-Standards und Richtlinien, die ein langfristiges Wachstum des Web sicherstellen sollen. Über 400 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. W3C wird gemeinsam vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, der European Research Consortium for Informatics and Mathematics (ERCIM) mit Sitz in Frankreich und der Keio University in Japan geführt und hat darüber hinaus ein Weltweites Netz von W3C-Büros. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/

Über das Deutsch-Österreichische W3C-Büro [W3C.DE/AT]

Das Deutsch-Österreichische Büro des W3C (W3C.DE/AT) am Fraunhofer-Institut IAIS ist der Repräsentant des W3C für den deutschen Sprachraum.  http://www.w3c.de/

Übersetzung: Thomas Tikwinski, W3C.DE/AT