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W3C veröffentlicht offenen Standard zur Beschreibung von Web Service Policys

Die Policy-Schicht bringt Vorteile einer Erweiterungsarchitektur

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Kontakt für Asien --
Yasuyuki Hirakawa <chibao@w3.org>, +81.466.49.1170

(auch in Französisch und Japanisch verfügbar; siehe auch Übersetzungen in andere Sprachen)



http://www.w3.org/ -- 4. September 2007 -- Das W3C gibt heute einen entscheidenden Web-Standard für die Funktionserweiterung von Web Services und service-orientierten Architekturen (SOA) heraus. Aufbauend auf den fundamentalen offenen Standards für Web Services von W3C ermöglicht es der Web Services Policy Standard den Entwicklern, Anforderungen für sicheren Transaktionen, zuverlässige Nachrichtenweiterleitung, Adressmetadaten und andere Szenarien auf modulare Art zu erfüllen. Mit Web Services Policy 1.5 können SOA-Entwickler Erweiterungen für einen Service aktivieren, ohne den Service zu unterbrechen oder Änderungen an tieferen Schichten der Service-Beschreibung zu machen. Die Erweiterungen selbst (bestehend aus sogenannten "Policy Assertions") werden in anderen Spezifikationen definiert.

Web Services Policy 1.5 basiert auf Industrieanforderungen und Erfahrung

Jahrelange Erfahrung von Kunden mit kommerziellen Web-Service-Applikationen haben den Bedarf für einen modularen Ansatz zur Beschreibung benötigter und optionaler Erweiterungen gezeigt, die von einem Service genutzt werden. Ohne diese Möglichkeit kann es kostenträchtig sein, jedes mal einen ganzen Service umzuschreiben, wenn die Applikationsanforderungen sich ändern. Web Services Policy 1.5 kann diese Kosten reduzieren. Es verbindet die Web-Services Kernstandards -- SOAP 1.2, WSDL 2.0 und XML Schema -- zu einer wachsenden Menge von Erweiterungen, die Industrieanforderungen und Erfahrung wiederspiegeln.

Die W3C Web Services Policy Working Group hat Implementierer eingeladen, durch Evaluation ihrer Software gegen die Testsuite der Gruppe ihre Interoperabilität zu demonstrieren. Zehn Implementierungen von Web Services Policy 1.5 haben dabei geholfen, die Reife der Spezifikation unter Beweis zu stellen. Die Tests haben sich auf Security Assertions konzentriert, einen der wichtigsten von der Industrie genannten Anwendungsfälle.

Ein weiterer Anwendungsfall, der sich mit Metadaten beschäftigt, ist Gegenstand der W3C WS-Addressing Working Group. Die beiden W3C Arbeitsgruppen haben zusammengearbeitet um sicherzustellen, dass die Addressing Metadata Specification mit dem Policy Framework konform ist.

Die W3C Web Services Policy Arbeitsgruppe hat außerdem eine Überprüfung ihrer Ergebnisse von mehreren OASIS Web Serivces Technical Committees (UDDI, WS-RX, WS-TX und WS-SX) vornehmen lassen, um sicherzustellen, dass Web Services Policy 1.5 deren Anwendungsfälle ausreichend abdeckt.

Die Web Services Policy Arbeitsgruppe bringt führende Industriunternehmen zusammen

Die Web Services Policy Arbeitsgruppe bringt führende Unternehmen aus der gesamten Softwarenindustrie zusammen, unter anderem Adobe Systems Inc, Axway Software, BEA Systems Inc., CA, Fujitsu Limited, IBM, IONA Technologies Inc., JBoss Inc., Layer 7 Technologies, Microsoft Corporation, Nokia, Nortel Networks, Oracle Corporation, SAP AG, Sonic Software, Sun Microsystems Inc., webMethods Inc. und WSO2.

Viele der Gruppenmitglieder haben versichert, die Spezifikation in ihren Produkten zu unterstützen und zeigen dies durch ihre Testimonials.

Über das World Wide Web Consortium [W3C]

Das World Wide Web Consortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem Mitgliedsorganisationen, ein Stab von Vollzeitmitarbeitern und die Öffentlichkeit gemeinsam daran arbeiten, Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Ziele hauptsächlich durch die Erstellung von Web-Standards und Richtlinien, die ein langfristiges Wachstum des Web sicherstellen sollen. Über 400 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. W3C wird gemeinsam vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, der European Research Consortium for Informatics and Mathematics (ERCIM) mit Sitz in Frankreich und der Keio University in Japan geführt und hat darüber hinaus ein Weltweites Netz von W3C-Büros. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/

Über das Deutsch-Österreichische W3C-Büro [W3C.DE/AT]

Das Deutsch-Österreichische Büro des W3C (W3C.DE/AT) am Fraunhofer-Institut IAIS ist der Repräsentant des W3C für den deutschen Sprachraum.  http://www.w3c.de/

Übersetzung: Thomas Tikwinski, W3C.DE/AT