W3C

W3C eGovernment-Aktivitäten stärken Bürger

Öffentliches Forum zur Entwicklung von optimalen Webverfahren für gute Staatsführung und Bürgerbeteiligung

Kontakt Amerika, Australien --
Ian Jacobs, <ij@w3.org>, +1.718.260.9447
Kontakt Europa, Afrika und Mittlerer Osten --
Marie-Claire Forgue, <mcf@w3.org>, +33.492.38.75.94 oder +33.676.86.33.41
Kontakt Asien --
Yasuyuki Hirakawa <chibao@w3.org>, +81.466.49.1170

(auch erhältlich in Französisch und Japanisch; schauen Sie auch nach Übersetzungen in andere Sprachen)



http://www.w3.org -- 3. Juni 2008 -- Heute startet W3C ein neues Forum für Regierungen, Bürger, Forscher und andere Interessenvertreter, um herauszufinden, wie Webtechnologie am Besten für gute Staatsführung und Bürgerbeteiligung genutzt werden kann.

"Ich ermutige Regierungsmitarbeiter, an diesem W3C-Forum teilzunehmen, damit das Web den Menschen besser dienen kann," sagte Tim Berners-Lee, W3C-Direktor. "Offene Standards und speziell Standards für das semantische Web können helfen, die Regierungskosten zu senken, die Zusammenarbeit unabhängiger Behörden zu vereinfachen und die Flexibilität im Hinblick auf Veränderungen zu erhöhen. Die Veröffentlichung verlinkter Daten im Web ermöglicht deren kreative Wiederbenutzung: Bürger-Mashups und gewerbliche Mashups, kombinieren Informationen vieler Quellen zu neuen verblüffenden Verwendungszwecken. Durch den Beitritt zu diesem Forum kann man gutes "eGovernment" lernen und auch, wie man eine Plattform mit offenen Standards zusätzlich zu bestehenden Werkzeugen und Diensten erstellen kann."

Dieses Forum ist für die Öffentlichkeit zugänglich. W3C lädt alle an eGovernment interessierten Personen oder Oganisationen ein, sich der neuen eGovernment Interessengemeinschaft anzuschliessen. Die Gemeinschaft bildet den Höhepunkt von mehreren Jahren W3C-Arbeit in diesem Bereich, einschließlich zweier Workshops über eGovernment im Jahr 2007, einer davon in Europa, der andere in Amerika.

Anfängliche eGovernment-Erfolge zeigen die bevorstehenden Herausforderungen

eGovernment bezieht sich auf die Nutzung des Webs oder anderer Informationstechnologien durch Regierungsinstitutionen, um mit Bürgern, sowie zwischen Abteilungen und zwischen Regierungen selbst zu interagieren. Wie jeder Informationsanbieter, so fanden auch Regierungen die Interaktion mit Kunden — Bürgern — über das Internet hilfreich. Es erlaubt ihnen, Steuererklärungen online zu bearbeiten, theoretische Fahrstunden zu nehmen, ein Visum zu beantragen und zu wählen. Zugang zu Informationen und effiziente und sichere Wechselbeziehungen tragen zu einer gerechten Staatsführung bei.

Diese Errungenschaften demonstrieren den Wert für Regierungen, welche Informationen und Dienste über das Web bereitstellen, aber es gibt noch jede Menge Raum für Verbesserungen. Der Umgang mit den rasanten Entwicklungen der Dienste und Funktionalitäten des öffentlichen Webs lässt Bürger Verbesserungen erwarten und danach fragen. Diese reichen von der grundsätzlichen Bereitstellung der Dienste bis hin zu fortgeschritteneren Lösungen, sowie Kooperationen zwischen dem gewerblichen und öffentlichen Sektor.

Offene Webstandards Schlüssel für verbesserte öffentliche Dienste

Vollständig kompatible, offene Webstandards sind in den letzten Jahren Regierungen weltweit zugute gekommen, einschliesslich der von W3C auf den Gebieten von XML, semantischem Web, Barrierefreiheit, Internationalisierung und mobilem Zugang. Diese Standards ermöglichen es Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, unter Benutzung verschiedener Geräte, auf Informationen zuzugreifen. Offene Standards erhöhen zudem die Wahrscheinlichkeit, dass Informationen selbst in ferner Zukunft noch verfügbar bleiben. Dadurch wird der Wert der Investionen für die Erstellung und Beschaffung von Informationen erhöht.

Speziell Standards für das Semantische Web bieten sich für Datenverdichtung — Mashups — und somit für die Zusammenarbeit (geplant und ungeplant) zwischen Regierungsbehörden und anderen eGovernment-Teilnehmern an. Semantische Webtechnologie hilft ausserdem bei der Verwaltung von Verantwortlichkeiten, welche helfen kann, Fehler und Irrtümer zu verringern und Vertrauen aufzubauen.

Die neue Interessengrupe, geleitet von Kevin Novak (American Institute of Architects) und José M. Alonso (W3C/CTIC), wird gute Verfahren und Richtlinien zur Nutzung der Offenen Webstandards in der Staatsführung entwickeln und feststellen und dokumentieren, wo derzeitige Technologien nur unzureichend auf die Bedürfnisse der Interessenvertreter eingehen. Die Interessengruppe strebt eine enge Zusammenarbeit mit anderen W3C-Arbeitsgemeinschaften und internationalen Organisationen an. Einige potentielle Verbindungen, die in der Satzung aufgeführt sind, beinhalten: die EU-Kommission, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), OASIS, die Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS), der International Council for Information Technology in Government Administration (ICA) und die eDevelopment Thematic Group der Weltbank.

Über das World Wide Web Konsortium [W3C]

Das World Wide Web Konsortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem  Mitgliederorganisationen, ein Vollzeit-Mitarbeiterstab und die Öffentlichkeit zusammenarbeiten, um Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Aufgabe  hauptsächlich über die Erstellung von Web-Standards und Richtlinien, die gedacht sind, das Langzeitwachstum des Webs sicherzustellen. Über 400 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. W3C wird gemeinschaftlich vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, dem Europäischen Forschungskonsortium für Informatik und Mathematik (ERCIM) mit Hauptsitz in Frankreich und der Keio Universität in Japan geführt und besitzt weltweit zusätzliche Büros. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/.