W3C

Service-Modellierungsstandards erhöhen Reichweite der XML-Familie

SML, SML-IF ermöglichen Validierung von Dokumentensets

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(Auch verfügbar in Englisch und Französisch. Schauen sie auch nach Übersetzungen in andere Sprachen )



http://www.w3.org/ -- 12. Mai 2009 -- Heute veröffentlicht W3C neue Standards, die es ermöglichen, XML-Werkzeuge zur Qualitätsverbesserung von immer komplizierteren Systemen und Diensten, welche mittels der XML-Standards-Familie erzeugt wurden, zu nutzen. Jetzt können Entwickler XML-Dokumentensets, entweder örtlich unter Nutzung der Service Modeling Language 1.1 (SML - Servicemodellierungssprache) oder als Paket mittels Benutzung des SML Interchange Format 1.1 (SML-IF - SML-Austauschformat), validieren. Validierungsbeschränkungen werden mittels einer flexiblen Kombination von XML Schema und ISO-Schematron, welche für dokumentenübergreifende Nutzung erweitert wurde, formuliert.

"Diese Standards reduzieren die Integrationskosten unter Beibehaltung der Lieferantenneutralität und bieten eine neue Flexibilität zur Verwaltung von verlinkten XML-Dokumentensets," sagt John Arwe, Vorsitzender der Service Modeling Language Working Group (Arbeitsgruppe Servicemodellierungssprache), welche den neuen Standard entwickelt hat.

SML, SML-IF ermöglichen Validierung von XML-Dokumentensets

Um zu verdeutlichen, was SML zum XML-Ökosystem beiträgt, stellen Sie sich vor was passiert, wenn jemand ein Flugticket kauft. Angenommen, die Reservierungsinformation wird als XML-Dokument gespeichert, welches die Passagierinformationen beinhaltet. Die Reservierung bezieht sich außerdem auf ein zweites XML-Dokument, welches die Abflugzeit und andere Fluginformationen speichert. Eine Abteilung verwaltet die Kundeninformation, eine andere verwaltet die Fluginformation. Vor irgendeiner Transaktion mit dem Kunden möchte die Fluggesellschaft sicherstellen, daß das System als Ganzes stichhaltig ist. SML erlaubt der Fluggesellschaft zu überprüfen, ob bestimmte Bedingungen bezüglich der Reservierung und Flugdaten erfüllt sind. Dies erleichtert die Verwaltung von Inkonsistenzen, und das ohne eigene Programmierung. Als Endergebnis reduziert die Fluggesellschaft Verwaltungskosten, wie beispielsweise die Benachrichtigung der Fluggäste, wenn sich die Flugzeit ändert.

Eine Organisation könnte zudem beobachten, daß sie zusätzliche Beschränkungen anwenden muss, wenn sie Daten in einem speziellen Kontext benutzt, zum Beispiel auf Grund regionaler Gesetze. Entwickler können SML dazu benutzen, um kontextspezifische Beschränkungen zu erstellen ohne den Inhalt zu verdoppeln.

Flexibilität hilft soziale Wirklichkeiten zu adressieren

Eine Anzahl sozialer Umstände macht klar, warum es Organisationen vorziehen, Daten in kleineren Stücken zu verwalten, ohne dabei die Fähigkeiten der Schemavalidierung einzubüßen. Besagte Fluggesellschaft tauscht zudem Informationen mit verschiedenen Leihwagenpartnern. Besser als eigene Anwendungen zur Informationsverteilung zu erstellen, kann die Fluggesellschaft SML-IF verwenden, um die Kosten der Zusammenarbeit zu senken. SML erweitert die Schemaverarbeitung um "folge Link", um Sicherheit zu gewährleisten, daß verlinkte Daten die erwartete Struktur haben. SML und SML-IF können mit jedem XML-Vokabular genutzt werden und bauen auf existierenden Standards wie XML Schema und ISO Schematron auf.

SML und SML-IF wurden von der Service Modeling Language Working Group (Arbeitsgruppe Servicemodellierungssprache) entwickelt, welche die folgenden W3C-Mitglieder beinhaltet: CA, HP, IBM Corporation und Microsoft Corporation.

Über das World Wide Web Konsortium (W3C)

Das World Wide Web Konsortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem  Mitgliederorganisationen, ein Vollzeit-Mitarbeiterstab und die Öffentlichkeit zusammenarbeiten, um Web-Standards und Richtlinien zu entwickeln, die dazu gedacht sind, das Langzeitwachstum des Webs sicherzustellen. Über 400 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. W3C wird gemeinschaftlich vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, dem Europäischen Forschungskonsortium für Informatik und Mathematik (ERCIM) mit Hauptsitz in Frankreich und der Keio Universität in Japan geführt und besitzt siebzehn Büros weltweit. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/.