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W3C veröffentlicht Report über die Konvergenz von Web und TV



http://www.w3.org/ -- 28 März 2011 -- Die Nachricht über die Konfergenz von Web und Fernsehen stand im Fokus beim zweiten W3C Web und TV Workshop, der im Februar in Berlin stattfand. Heute veröffentlicht das W3C einen Report, der die Diskussion unter den 77 teilnehmenden Organisationen zusammenfasst, unter anderem aus den Bereichen Sendeanstalten, Telekommunikationsfirmen, Betreiber von Kabelfernsehen, Bereitsteller von Medieninhalten, Vertreiber von Inhalten über neue Distributionswege wie das Internet, Hersteller von Geräten und Software, Entwickler von Webapplikationen, Forscher, Verwaltung, und Standardisierungsorganisationen aus dem TV-Bereich. Im Report werden unter anderem folgende Prioritäten hinsichtlich Konvergenz identifiziert:

"Das Programmkomitee war sehr zufrieden mit den reichhaltigen Diskussionen und Interaktionen in Berlin", sagte François Daoust vom W3C, der Co-Chair des Workshops. "In einer Welt des Wandels, vom TV als Gerät, zu TV als ein Service auf jedem Gerät, strebt das W3C die Entwicklung von allgegenwärtigen Webtechnologien an, um so Szenarien mit kombinierten lokalen (z.B. aus einem Gerät des Heimnetzwerkes) und globalen (z.B. sozialen Netzwerken) Quellen zu ermöglichen und das Benutzererlebnis beim Fernsehen zu steigern."

In vielen Haushalten ist der Fernseher ein zentraler Bestandteil der Familie. Die Verbindung von Web und TV bietet enorme Möglichkeiten für Handel, Spiele, Unterhaltung, und soziale Interaktion. Video im Web, DTV, IPTV, hybrides TV und weitere Trends zeigen, dass man auf gutem Wege zur Konvergenz ist. Mit der Weiterentwicklung des Fernsehens zu einem Service werden die Menschen von dem Service erwarten, dass er auf einer Vielzahl von Geräten verfügbar ist und dass er sich einfach mit anderen bevorzugten Services verknüpfen lässt, eingeschlossen soziale Netzwerke und elektronisches Einkaufen. Durch die zunehmende Diversität und Anzahl von Geräten (über mehrere Industrien hinweg) wachsen auch die Herausforderungen an Interoperabilität. An diesem Punkt spielt die "Open Web Platform" des W3C für Anwendungsentwicklungen eine Rolle: sie bietet den Entwicklern Interoperabilität über verschiedene Plattformen hinweg. Auf der Open Web Platform basierende Anwendungen werden die Stärken bestimmter Geräte mit privaten und vernetzten Datenquellen verknüpfen, wie beispielsweise Sendeinhalte und Feeds aus sozialen Netzwerken. Diese Anwendungen werden auf mobilen Geräten, Tablet-PC und dem Fernseher in der Familie laufen.

Die Setzung von Prioritäten wird nun in der W3C Web and TV Interest Group fortgeführt. Die Gruppe wird den Stand der Entwicklung analysieren, sowie die Beziehung zwischen Services im Web und TV Services, und sie wird Anforderungen und mögliche Lösungswege identifizieren. So wird sichergestellt dass das Web gut mit dem Fernsehen zusammenpasst.

Der W3C Workshop in Berlin wurde unter anderem möglich gemacht durch Sponsoring von Netflix, IPTV Forum Japan, und Tomo-Digi. Dieser zweite "Web und TV" Workshop wurde zudem mit der Unterstützung des EU-Projekts OMWeb organisiert.

Über das World Wide Web Konsortium [W3C]

Das World Wide Web Konsortium (W3C) ist ein internationales Konsortium, in dem  Mitgliederorganisationen, ein Vollzeit-Mitarbeiterstab und die Öffentlichkeit zusammenarbeiten, um Web-Standards zu entwickeln. W3C verfolgt seine Aufgabe  hauptsächlich über die Erstellung von Web-Standards und Richtlinien, die gedacht sind, das Langzeitwachstum des Webs sicherzustellen. Über 400 Organisationen sind Mitglieder des Konsortiums. W3C wird gemeinschaftlich vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, dem Europäischen Forschungskonsortium für Informatik und Mathematik (ERCIM) mit Hauptsitz in Frankreich und der Keio Universität in Japan geführt und besitzt weltweit zusätzliche Niederlassungen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/.

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