(diese Pressemitteilung ist auch in Französisch und Japanisch verfügbar)
http://www.w3.org/ -- 20. April 2005 -- Im Zuge seiner Mission, das Web zu seinem vollen Potential zu entwickeln, hat das W3C heute eine neue Beitragsstruktur zur Senkung der Eintrittsbarriere für Organisationen in Entwicklungsländern angekündigt. Ziel ist es, kleinen und Non-Profit-Unternehmen zu erleichtern, W3C-Mitglieder zu werden und sich in der Entwicklung von fundamentalen Technologien für das World Wide Web zu engagieren. Für kleine Unternehmen und Non-Profit-Organisationen in Entwicklungsländern sind die Beiträge auf 15 bis 60% der früheren Werte gesenkt worden.
"Die Arbeit von W3C dreht sich darum, Web Technologien zu entwickeln, die der Welt nützlich sein können. Diese neue Beitragsstruktur für Organisationen aus Entwicklungsländern bekräftigt den Wert den WC auf Teilnahme an, Beitrag zu und Nutzung von Standards und Richtlinien legt, die wir entwickeln, um die Zukunft des World Wide Web voranzutreiben." erklärte Dr. Steve Bratt, Geschäftsführer von W3C.
Technologien wie das Web
verbreiten sich so weit, wie sie leicht
verfügbar sind - sei es aufgrund der Verbreitungswege,
Lizenzbedingungen, Hard- und Softwareanforderungen oder der
Nutzerfreundlichkeit. Desweiteren können flexibel gestaltete,
standardisierte Technologien mit Augenmerkt auf die Anforderungen der
Interationalisierung (Sprache und/oder Infrastruktur) dramatische
Auswirkungen auf das Leben, die Ausbildung und die Wirtschaft einer
Region haben.
Indes sind die Kosten des Beitritts eines der größten Hindernisse auf dem Weg zur Teilnahme an großen Konsortien. Was in Westeuropa, Japan oder Nordamerika als angemessener Mitgliedsbeitrag erscheint, ist in anderen Teilen der Welt unerschwinglich. Und obwohl W3C die Teilnahme von Einzelpersonen als "Invited Experts" begrüßt, hat die Organisation festgestellt, dass mehr notwendig war, um Organisationen rund um den Globus einzubinden.
Diese Initiative mit Fokus auf
die Regionen der Welt, die gerade
beginnen die Web-Technologien zu entdecken, ist lediglich das
jüngste Glied in der Reihe der internationalen Engagements von
W3C. Durch seine technische Internationalisierungs-Aktivität,
ein auf freiwilligen Beiträgen basierendes Übersetzungsprogramm,
seine vierzehn
Regionalbüros rund um
die Welt und seine Patentpolitik
kann W3C
die Befürfnisse und Anforderungen verschiedenartiger
Bevölkerungen erfüllen und solchen Regionen helfen,
eine
stabile, standard-basierte Infrastruktur aufzubauen.
Aufbauend auf seiner anerkannten Arbeit für die Entwicklung
einer
globalen Infrastruktur sucht W3C die Mitarbeit von Organisationen aus
den Entwicklungsregionen der Welt, mit Hilfe der eigenen Mitglieder,
Regierungs- und gemeinnützigen Organisationen,
philanthropischen
Vereinigungen und seinem ausgedehnten Netz von Regionalbüros
weltweit, das sich auch in die Entwicklungsländer erweitert.
Weitere Informationen zum Beitritt
zum W3C entnehmen Sie bitte der Doumentation "Join W3C".
Das Deutsch-Österreichische Büro des W3C (W3C.DE) im Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation ist der Repräsentant des W3C für den deutschen Sprachraum. http://www.w3c.de/