W3C Office Germany and Austrian

World Wide Web Consortium startet europäische Semantic Web Tour

Europäische Kommission unterstützt Präsentationen über die Infrastruktur des Semantischen Web von W3C Mitgliedern und W3C Teammitgliedern in Rom, London, München, Athen und Brüssel

Kontakt Amerika, Australien --
Janet Daly, <janet@w3.org>, +1.617.253.5884 oder +1.617.253.2613
Kontakt Europa --
Marie-Claire Forgue, <mcf@w3.org>, +33.492.38.75.94
Kontakt Asien --
Saeko Takeuchi, <saeko@w3.org>, +81.466.49.1170

(ebenso verfügbar in: Englisch, Niederländisch, Griechisch, Italienisch und Japanisch)


http://www.w3.org/ -- 10. Juni 2003 -- Das World Wide Web Consortium (W3C) startet heute seine Semantic Web Tour durch Europa; mit Präsentationen und Demonstrationen von Technologien des Semantischen Webs. Diese Tour besteht aus einer Serie von fünf 1-Tages-Veranstaltungen, die heute in Rom (Italien) beginnt und am 24. Juni 2003 in Brüssel (Belgien) endet. Mitarbeiter von W3C Mitgliedsorganisationen und das W3C Team erklären, wie die Technologie des Semantischen Webs dazu beitragen kann, reichhaltigere und einfacher nutbare Daten für das existierende Web zu erstellen. Die Verwendung dieser technischen Standards ermöglicht eine effektivere Suche, Automatisierung, Intergration und Wiederverwendbarkeit von Daten über verschiendene Anwendungen hinweg.

Das Semantische Web erweitert das gegenwärtige Web

Damit das Web sein gesamtes Potenzial entfalten kann, muss es sich zum Semantischen Web entwickeln und eine universal zugängliche Plattform zur Verfügung stellen, die es erlaubt, Datenbestände zu teilen und sie sowohl von automatischen Werkzeugen als auch von Menschen verarbeiten zu lassen. Das Semantische Web, zuerst als eine Vision von Tim Berners-Lee zu Beginn des Web entwickelt, ist gegenwärtig als eine Initiative des World Wide Web Consortium bekannt. Berners-Lee schrieb 1998 eine frühe Roadmap für das Semantische Web, die sich weiterentwickelt hat und immer noch gut dafür ist, die Archtiketur zu verstehen, auf der die W3C Semantic Web Activity basiert.

Die W3C Semantic Web Activity - gestartet im Jahre 2001 - umfasst heute unter anderem Experten aus Bereichen der Metadaten und Web-Ontologien und fördert sowohl die Entwicklung von Spezifikationen als auch die offenen und gemeinsame Entwicklung von Technologien.

Das Semantische Web ist eine Erweiterung des gegenwärtigen Webs, die es einem ermöglicht, Informationen einfacher zu finden, zu teilen und zu kombinieren. Es ist als ein universelles Medium für den Datenaustausch konzipiert worden; semantische Ausdrücke können definiert und von jeder interessierten Person oder Personengruppe wiederverwendet werden, was zu einer Kostenersparnis für Menschen führt, die ihr Wissen aufzeichnen und es mit anderen teilen wollen.

Um diese Ziele zu erreichen, befindet sich ein Satz von interoperablen Spezifikationen in der Entwicklung. W3C's Arbeit am Semantischen Web startete mit einem Modell namens Resource Description Framework (RDF), das aus einem Basismodell (Model and Syntax) für die Beschreibung und einem Modell für die Verarbeitung beschreibender Vokabeln (RDF Schema) besteht. Die darüber liegende Schicht, OWL - die Web Ontology Language, ist für die Beschreibung der Beziehung von verschiedenen Vokabeln verantwortlich. Alle diese Sprachen basieren auf der Grundlage von URIs, XML und XML Namespaces.

W3C Veranstaltungen sind in fünf Regionen geplant

Die Veranstaltungen selbst werden von ERCIM, dem europäischen Host des W3C, sowie von den fünf europäischen W3C Büros (Benelux, Deutschland und Österreich, Griechenland, Italien, Großbritanien und Irland) organisiert:

Jede Veranstaltung beinhaltet eine Reihe von Vorträgen über die W3C-Arbeit am Semantischen Web, über Anwendungen und Testumgebungen. Diese Vorträgen werden von einem oder zwei W3C Team-Mitgliedern und von Externen gehalten, die die lokale Öffentlichkeit repräsentieren. Die Veranstaltungen sind kostenlos und - nach vorheriger Registrierung - offen für Jedermann. Bitte kontaktieren Sie den jeweiligen lokalen Organisator für weitere Details.

Die Finanzierung durch die Europäische Kommission ermöglicht W3C die Durchführung über die regionalen Büros

Die letztes Jahr stattfindende W3C Interop Tour hatte einen Schwerpunkt im Bereich W3C Technologie und zeigte, wie sie zur Interoperabilität des Webs beitragen kann. Dieses Mal geht es um Technologien des Semantischen Webs, einem Bereich der zunehmend Interesse in der Web-Gemeinschaft weckt. Beide Touren verdanken ihre Durchführung der Finanzierung durch die Europäische Kommission, in Form des QUESTION-HOW Projekts.

Die Tour profitiert ebenfalls von einem anderen IST Projekt - der W3C Semantic Web Advanced Development Arbeit in Europa (SWAD-Europe Projekt). Praktische Demonstrationen zeigen das Semantische Web in Aktion, z.B. durch Zurückverfolgung von Dokumenten und Übersetzungen, Inhaltsverzeichnisse von Webseiten, Zusammenschaltung von Nachrichtenkanälen, Klassifizierungen und Anmerkungen.

Über das World Wide Web Consortium [W3C]

Das World Wide Web Consortium wurde gegründet, um alle Möglichkeiten des Web zu erschließen. Dazu werden einheitliche Protokolle entwickelt, die den Fortschritt des Webs fördern und seine Interoperabilität sicherstellen. Das W3C ist ein internationales Industrie- Konsortium, das gemeinsam vom MIT Laboratory for Computer Science (MIT LCS) in den USA, dem European Research Consortium for Informatics and Mathematics (ERCIM) mit Sitz in Frankreich und der Keio-Universität in Japan geführt wird. Das Konsortium bietet folgende Dienstleistungen: Informationen über das World Wide Web für Entwickler und Benutzer sowie verschiedene prototypische und Musteranwendungen, um den Einsatz der neuen Technik zu demonstrieren. Gegenwärtig sind über 410 Organisationen Mitglieder des Konsortiums. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/.

Das Deutsch-Österreichische Büro des W3C (W3C.DE) im Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation ist der Repräsentant des W3C für den deutschen Sprachraum. http://www.w3c.de/