W3C

W3C Workshop über das Semantische Web für Biowissenschaftler findet internationale Unterstützung

Teilnehmer erforschen heutige und künftig mögliche Anwendungen und ermitteln Koordinationserfordernisse

Kontakt Amerika und Australien --
Karen Myers, <karen@w3.org>, +1.617.253.5509 or +1.978.502.6218
Kontakt Europa, Afrika and  mittlerer Osten --
Marie-Claire Forgue, <mcf@w3.org>, +33.492.38.75.94
Kontakt Asien --
Yasuyuki Hirakawa <chibao@w3.org>, +81.466.49.1170
(auch erreichbar in französich und japanisch)

Anmerkung des Herausgebers: Ein Telefonbriefing über die Medienneuheiten ist für Montag, den 1. November um 13.00 Uhr  nachmittags (europäische Zeit) vorgesehen. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an Karen Myers .

Übersetzung der original Pressemitteilung: Petra Lischke


http://www.w3.org/ -- 26 Oktober 2004 -- Das World Wide Web Consortium (W3C) wird vom 27. bis 28. Oktober in Cambridge, Masachusetts, USA einen  Workshop zum Semantic Web für Biowissenschaftler abhalten, in dem zum ersten Mal eine unterschiedliche und internationale Gruppe von Wissenschaftlern, Technologen, und Gesundheitsexperten aus der Industrie diskutieren werden, auf welche Art und Weise die semantische Webtechnologie dazu beitragen kann, die Anforderung des Veröffentlichen und gemeinsamen Benutzen der komplizierten wissenschaftlichen Daten zu erfüllen. Der Workshop wird den steigenden Bedarf an biologischen Datennetzen behandeln,  die für menschlichen Rat und maschinelles Verständnis von Krankheiten, Therapien und Medikamentenentwicklung benötigt werden. Durch den Gebrauch von neuen Webtechnologien, die Computern erlauben sinnvollere Arbeit mit komplexen biologischen Daten durchzuführen, können Entwickler schneller auf menschliches Wissen zurückgreifen.

"Die Herausforderungen, die die Medikamentenentwicklung stellt, können nur gelöst werden, wenn wir Daten quer durch viele Gebiete der Biowissenschaften integrieren können", erklärte Tim Berners-Lee, Direktor des World Wide Web Consortiums. "Wie wir es bereits in anderen Industrien gesehen haben: wenn für ein Arbeitsgebiet eine Standardtechnologie auf die Daten angewendet wird, ist die Wirkung die, dass diese Daten auch für andere Gebieten zugänglich werden und die Barrieren Informationen zu teilen schrumpfen auf die Hälfte. Das ist der Sinn des semantischen Web."

"Es ist bereits ein bedeutendes Stück Arbeit, biowissenschaftliches Wissen in verbundenen Datennetzen, die auf den W3C-Semantic Web Technologien basieren, abzubilden" fährt  John Wilbanks, W3C Fellow fort. "Mit  einer signifikanten Teilnahme der biowissenschaftlichen Gemeinschaft, hoffen wir, dass es dieser Arbeitsgruppe gelingt, mehr Möglichkeiten und Ideen zur gemeinsamen Nutzung von Informationen ans Licht zu bringen, und so die weitere Arbeit auf Basis grundlegender Arbeiten heutiger Entwickler in Forschung und Industrie zu fördern."

Es werden ungefähr 30 Positionspapiere vorgestellt, die beschreiben, wie Semantic Web Grundtechnologien, wie z. B.  Resource Description Framework (RDF) und Web Ontology Language (OWL), verwendet werden, um die Barrieren und Kosten für eine effektive Datenintegration, Datenanalyse und Datenzusammenarbeit zu reduzieren. Dem Hauptgedanken von Tim Berners-Lee folgend, werden Experten des nationalen Krebsinstitutszentrums für Bioinformatik, dem schweizer Institut für  Bioinformatik/UniProt, Jackson Laboratories und die Universität of Michigan School of Medicine den Gebrauch der semantischen Web Technologien für öffentliche Informationsrahmen (Ontologien) erklären. Representanten aus Firmen wie Aventis Pharmaceuticals, Astra Zeneca, Elsevier, HP, IBM, und Oracle Life Sciences werden Fallstudien zu Themen wie Wissensmanagement, wissenschaftliche Veröffentlichung und den Gebrauch von Ontologien vorstellen.

Ein W3C Workshop ist eine Gelegenheit die W3C Mitglieder mit der Öffentlichkeit zusammenzubringen, um mögliche zukünftige Ideen und Anleitungen in die W3C-Arbeit zu integrieren. Informationen, Präsentationen und Ausschnitte aus diesem Workshop werden auf der Internetseite des W3C nach dem Workshop veröffentlicht.

Über das World Wide Web Consortium (W3C)

Das World Wide Web Consortium wurde gegründet, um alle Möglichkeiten des Web zu erschließen. Dazu werden einheitliche Protokolle entwickelt, die den Fortschritt des Webs fördern und seine Interoperabilität sicherstellen. Das W3C ist ein internationales Industrie-Konsortium, das gemeinsam vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory (MIT CSAIL) in den USA, dem European Research Consortium for Informatics and Mathematics (ERCIM) mit Sitz in Frankreich und der Keio University in Japan geführt wird. Das Konsortium bietet folgende Dienstleistungen: Informationen über das World Wide Web für Entwickler und Benutzer sowie verschiedene prototypische und Musteranwendungen, um den Einsatz der neuen Technik zu demonstrieren. Gegenwärtig sind über 400 Organisationen Mitglieder des Konsortiums. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.w3.org/

Über das Deutsch-Österreichische Büro des W3C

Das Deutsch-Österreichische Büro des W3C (W3C.DE) im Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation ist der Repräsentant des W3C für den deutschen Sprachraum. Weitere Informationen finden Sie unter  http://www.w3c.de/.