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W3C Deutsch-Oesterreichisches Buero
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Technologien für das
Web der Zukunft

iico.de infopark internet congress 2005 


Klaus Birkenbihl

W3C Deutsch-Österreichisches Büro
c/o Fraunhofer IMK

Member of the W3C Advisory Board

1. Dieser Vortrag bietet einen
Überblick

  • keine technischen Details
  • statt dessen Konzepte und Beispiele
im einzelnen:
  • Elefantdie Bausteine des heutigen Web
  • Nessi6 Beispiele für das zukünftige Web
  • SunnyGeschichte  des Web und die Rolle des World Wide Web Consortiums (W3C)

Notizen:

2. Die Bausteine des heutigen Web

  • der URL (Universal Resource Locator), um zu beschreiben, wo sich ein Objekt befindet,
  • das HTTP (HyperText Transfer Protocol) um Objekte zu beschreiben und zu übertragen
  • die HTML (Hypertext Markup Language) zur Formulierung von Inhalten und zur Referenz und Einbindung anderer Objekte (via URLs)
Dieses einfache Web war das, worauf das Internet
und die Welt 1993 gewartet hatten

Notizen:

3. Ziel: ein Web, universell für jeden
unabhängig von ...

  • seiner Sprache
  • seinen Fähigkeiten
  • den Geräten, die man zum Zugang benutzt
  • seinem Aufenthaltsort
  • ...
Keine Technologie kann dies umfassend leisten,
wir brauchen eine Sammlung interoperabler erweiterbarer Technologien!

Notizen:

4. Defizite von HTML

  • HTML vermischt die Strukturierung der Inhalte und ihre Präsentation
    • verhindert Geräteunabhängigkeit
    • erschwert Zugänglichkeit
    • Code ist schwierig zu warten
  • Aufgrund der einfachen Struktur von HTML können Browser Fehler raten: das Web ist voll mit falschem HTML
    • "designed for use with Internet Explorer Vx"
    • Browserkrieg: proprietäre HTML-Erweiterungen, um das Web zu dominieren
  • Datenbanken erschließen sich HTML nur umständlich
  • HTML - besonders aber falsches HTML - lässt sich maschinell kaum erschließen
    • Suchmaschinen können nicht von HTML profitieren

Notizen:

5. XML die Basis

  • 1998 veröffentlicht W3C den Standard für eine allgemeine, erweiterbare Auszeichnungssprache: XML (Extensible Markup Language)
  • XML induziert auf einem Dokument oder Datenbestand eine Baumstruktur, das DOM (Document Object Model)
  • XML kommt mit Technologien für (die meisten davon selbst XML):
    • Datentypen (XML Schema, DTD, ...)
    • Mischen/Überlagern von Vokabularen/Anwendungen (Namespaces)
    • Hyperlinks (XLINK, XBASE, ...)
    • Zusammenfügen/Aufspalten (XInclude, Fragments, ...)
    • Navigieren und Abfragen im Dokument (XQUERY, XPATH, ...)
    • Transformieren (XSLT, ...)
    • Verschlüsseln, Signieren, Schlüsselverwaltung (XML signature, XML encryption, XML key management system...)
    • Interact (DOM, Events, ...)
    • Formatieren, Präsentieren (CSS)
All dies sind verfügbare W3C-Technologien. Aber Das ist nicht alles!

Notizen:

6. Eine Information, viele Geräte

"This site is best viewed with Microsoft Internet Explorer 5.0+ or Netscape Navigator 4.7+, at a minimum screen resolution of 800 x 600, and a minimum modem connection speed of 56Kbps."
(war aus
http://www.pizzahut.com/browserinfo.asp! Jetzt:)
"This site is best viewed with Microsoft Internet Explorer 6.0+ or Netscape Navigator 7+, at a minimum screen resolution of 1024 x 768, and a minimum modem connection speed of 56Kbps."
Das Web der Zukunft speichert Information medien- und geräteunabhängig und präsentiert sie den Geräten und der Umgebung angepasst.
W3C-Technologien: XHTML für Dokumente, SVG Grafiken, SMIL Multimedia, CC/PP zur Beschreibung von Gerätemöglichkeiten und Präferenzen,  XSL und CSS zur Trennung von Struktur/Inhalt und Präsentation
Nokia 7110 GPS Navigator smartphone WebPAd headset PDA

Notizen:

7. Dialoge und Eingabegeräte

"bitte klicken Sie hier"
Auch bei Dialogen haben wir das Problem: unterschiedliche Geräte haben unterschiedliche Interaktions- und Präsentationsmöglichkeiten.
Nicht jedes Gerät verfügt über Maus und Tastatur. Interaktion muss unabhängig von Eingabegeräten beschreibbar sein!
W3C-Technologien: (wie Präsentation) + XFORMS für geräteunabhängige Informationssammlung, VoiceXML für Sprachdialoge;
Nokia 7110 GPS Navigator smartphone WebPAd
headset PDA

Notizen:

8. Multimodalität

Noch nicht möglich: Eine Sitzung am Computer anfangen (eine Route planen) und im Auto fortsetzen (aktuelle Verkehrsinformationen über Audio während der Fahrt). Wechsel von Tastatur auf Stift- oder Spracheingabe.
Muss eine Sitzung immer an ein Gerät gebunden sein? Mehrere Geräte für Ein- und Ausgabe gleichzeitig oder nacheinander in eine Aufgabe integrieren!
W3C-Technologien: (wie Dialoge) + EMMA; neu: Mobile Web Initiative
Multimodale Sitzung über mehrere Geräte

Notizen:

9. Webdienste im Verbund 

Services of Travel agent
Sie reservieren im Internet eine Reise. Eigentlich sollte die Reservierung automatisch an das Hotel gehen, an die Fluggesellschaft und alle Bestätigungen erscheinen auf ihrem Bildschirm.
Eigentlich nichts Neues. Eigentlich wenig Bezug zum Web. Standards für Schnittstellendefinitionen, Verzeichnisse, Abläufe, Adressen und Messaging  erlauben den Austausch von Nachrichten zwischen Servern und den Aufruf von Routinen
W3C-Technologien: Web-Services mit SOAP1.2 für den Austausch von Nachrichten; WSDL, Sprache zur Beschreibung von Schnittstellen; WS Choreography, Beschreibung von Prozessen mit mehreren Diensten; WS Addressing, Adressierung von Endpunkten, Parameterübergabe.

Notizen:

10. Besseres Suchen und Agenten

... In der Arztpraxis beauftragte Lucy ihren Semantic-Web-Agenten über ihren handheld Web-Browser. Der Agent lieferte umgehend Informationen über die verordnete Behandlung ihrer Mutter, fragte diverse Listen von Anbietern im Umkreis von 20km ab, die mit Mutters Krankenversicherung abrechnen konnten und zwischen exzellent und gut bewertet waren. Er begann dann, die verfügbaren Termine (, die die Agenten der  einzelnen Anbieter über ihre Webseiten bereitstellten,) abzugleichen mit ihrem, Petes und Lucys vollen Terminkalendern. ... (Aus "The semantic Web", Tim Berners-Lee et al., Sc. America 2001)
Agenten "verstehen" Inhalte von Fragen und Webseiten, Agenten tauschen Informationen aus und planen.
W3C-Technologien: RDF, Metadaten zur Beschreibung von Dokumentinhalten; OWL, Ontologien, Schlussfolgerungen aus Metadaten. Kein KI

Notizen:

11. Semantic Web und Web Services

Metadaten können helfen Web Services zu beschreiben und zu suchen, Web Services zur Interpretation und Erzeugung von Metadaten.
Web Services (prozessorientiert) und Semantic Web ( datenorientiert ) sind keine Gegensätze, sie haben das Potenzial sich zu ergänzen.
W3C-Technologien: Die Semantic Web Services Interest Group diskutiert mögliche Technologien

Notizen:

12. Cooles Multimedia

Mehr als Text und Bilder, Information professionell präsentieren, Geographie im Web, Perfekte Shows im Web
eine durchgehende Multimediasteuerung von WWW bis DVD, animierte Grafik auf Vektor- und Pixelbasis
W3C-Technologien: SVG, SMIL
SVG Navigation durch W3C-Standards

Notizen:

13. Das Web von morgen ...

Web-Architektur

Notizen:

14. Ein wenig Geschichte Tim Berners Lee

1989
Tim Berners-Lee schreibt
"Information Management: A Proposal"
1994
Tim Berners-Lee gründet W3C
1997
Browserkrieg Microsoft Netscape
1998
W3C veröffentlicht XML und übernimmt die Führung

Notizen:

15. W3C-Mitglieder

  • die "Großen" Unisys, IBM, Mitsubishi Electric Corporation, Intel Corporation, Microsoft, Oracle, Software AG, SAP, Motorola, Nokia, Siemens AG, NEC ...
  • die Innovativen Kirusa, Inc., Nuance Communications, Voxpilot Ltd., Voxeo Corporation, V-Enable, Inc., Comverse Technology, ScanSoft, Inc., Telera Inc., NMS Communications Corporation, Volantis Systems, Altova GmbH, Harmonia, Inc., Identitech, VoiceObjects AG ...
  • die Telekoms und Provider America Online, Inc. (AOL), AT&T, BT, France Telecom, NTT DoCoMo, T-Mobile Deutschland GmbH, T-Online International AG, TeliaSonera AB, Telefónica de España, SAU, Royal KPN NV ...
  • die Benutzer American Express, The Boeing Company, Daimler Chrysler, Library of Congress, Lockheed Martin Corporation, Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. (MEI), O'Reilly & Associates, Inc., SIZ Informatikzentrum der Sparkassenorganisation GmbH, NHS (National Health Service, UK) ...

Notizen:

16. Wenn Sie mehr wissen wollen ...

XML-Buch              XHTML-Buch

Notizen:

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