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Zukunft

Veröffentlicht am 17 April 2013

W3C vergrößert die Reichweite des Web auch weiterhin für:

  • Jedermann – unabhängig von Kultur, Fähigkeiten, etc.,
  • Alles – Applikationen und Datenspeicher, und auf Endgeräten vom leistungsfähigen Computer mit hochauflösenden Bildschirm bis hin zu mobilen Endgeräten und Anwendungen,
  • Überall – mit Bandbreiten von niedrig bis hoch,
  • Diverse Interaktionsmodi – Berührung, Stift, Mouse, Stimme, Hilfstechnologien, Computer mit Computer.

Reichhaltigerer Anwendernutzen

Viele Entwickler verlassen sich auf das Web als plattformunabhängige Applikationsumgebung. Bekannte Web-Applikationen sind beispielsweise Web-Mail, Reservierungssysteme, Online-Shopping und Auktionsseiten, Spiele und Multimedia-Applikationen. Jüngere W3C-Recommendations wie XForms werden in naher Zukunft beginnen, die Benutzbarkeit solcher Applikationen beeinflussen. Neue W3C-Arbeiten in Bereichen wie zusammengesetzte Dokumentezielen auf weitere Verbesserungen in der Inhaltevielfalt und allgemeinen Benutzbarkeit. Für weitere Informationen über die Entwicklung von plattformunabhängigen Web-Applikationen lesen Sie bitte die Arbeiten der  W3C Compounds Document Formats Aktivität (englisch).

„W3C ist der Ort, an dem die Zukunft des Webs gemacht wird. Unsere Mitglieder arbeiten gemeinsam daran, Web-Technologien zu entwickeln und zu standardisieren, die auf der universellen Vielseitigkeit des Webs aufbauen und ihm die Möglichkeit bieten, zu kommunizieren, Informationen auszutauschen und effektive, dynamische Anwendungen zu schreiben. – für jedermann, überall, zu jeder Zeit und mit jedem Endgerät.“

— Tim Berners-Lee, W3C Direktor und Erfinder des World Wide Web

Browsen mit Augen, Ohren, Stimme und Berührung

Das W3C entwickelt Standards, die mehrere Interaktionsmodi mit dem Web gleichzeitig unterstützen:  mit Augen, Ohren, Stimme und Berührung. Zusätzlich zu den bekannten Tastaturen, Mäusen, Stiften und audiovisuellen Ein-/Ausgabegeräten, werden neue Interaktionsmöglichkeiten immer mehr zum Normalfall. So normal, dass die Menschen eventuell gar nicht merken, wenn sie mit einer Web-Applikation wie z.B. einem telefonfähigen Reservierungssystem interagieren.

Callcenter-Applikationen sind nur der Anfang. Das W3C schafft die Möglichkeit zur Vielseitigkeit der Interaktion, so dass die Menschen sich diejenige Lösung aussuchen, die ihren Bedürfnissen in jeder gegebenen Umgebung am besten entspricht. W3C führt diese Arbeit in der W3C Multimodal-Interaction-Aktivität, der Voice-Browser-Aktivität, und der Device-Independence-Aktivität durch. Diese neuen Technologien werden den Zugriff auf das Web mit mobilen Geräten wie Telefonen und Organizern, aber auch durch andere Systeme wie Automobil-Telematik, Home Entertainment Anlagen und andere multimodale Gerätschaften verbessern.

Das Web für Jedermann

Die Web Accessibility Initiative (WAI) des W3C fördert laufend die Implementierung von bestehenden Zugänglichkeitsrichtlinien in modernen Autorenwerkeugen, zusammen mit verbesserten Auswertungstools. Verstärkter Einsatz von Zugänglichkeitsrichtlinien für Autorenwerkzeuge, Browser und Media-Player, kombiniert mit persönlichen  zugänglichkeitsprofilen und dem Gebrauch von Metadaten und Proxy-Diensten zur Unterstützung von Zugänglichkeit wird es Menschen mit Behinderungen ermöglichen, Web-Inhalte einfacher zu erstellen und zu nutzen. Dieser Fortschritt bringt automatisierte Unterstützung für die Entwicklung und Umstellung zugänglicher (barrierefreier) Webseiten. Dadurch wird barrierefreies Webdesign „business as usual“.

Die Vision des W3C für das Web ist die einer wirklich integrierten Umgebung, die das Ausdrücken kultureller Nuancen und sprachlicher Verschiedenheiten über verteilte Systeme und Orte hinweg erlaubt. W3C’s Internationalisierungs-Aktivität hat begonnen, an Richtlinien zu arbeiten, die Entwicklern erklären, wie sie sicherstellen können, dass ihre XML-FOrmate Internationalisierung und effektive Lokalisierung unterstützen. Die weitere Internationalisierungsarbeit wird sich auf gemeinsame Kennungen und entsprechende Verhandlungsmechanismen für das World Wide Web und Web-Services im besonderen konzentrieren.

Das Web auf Allem

Eines der Ziele des W3C besteht darin, Technologie zu entwickeln, die unabhängig von irgendeiner speziellen Hardware-Plattform funktioniert. Die Menschen suchen zunehmend Zugang zum Web von einer Palette von Geräten, die über den bekannten Desktop-Rechner hinausreicht und Geräte wie Mobiltelefone, Kiosksystem auf Flughäfen, Küchengeräte und Automobile einschließt. Webzugang von diesen Geräten aus (sei es durch Mensch oder Maschine) sollte so einfach, leicht und bequem sein wie von einem Heimcomputer aus. Das W3C entwirft Technologien (einschließlich der im vorhergehende Absatz erwähnten, aber auch Cascading Style Sheets (CSS), Scalable Vector Graphics (SVG), XFormsSynchronized Multimedia (SMIL), und andere), die die Hürden für das Authoring für und das Browsen mit Geräten mit einer großen Bandbreite an Ein- und Ausgabemöglichkeiten senken werden.

Verbesserte Datensuche und Datentausch

Weil das Web zu einem immer reichhaltigeren Lagerplatz von menschlichem Wissen heranwächst, brauchen wir immer mächtigere Werkzeuge, um die ungeheure Menge an Information zu durchsuchen und zu interpretieren; das gilt sowohl für Intranets als auch für das globale Web. Zwei Modelle wurden entwickelt, um diese Daten auf globaler Ebene zu managen: das Semantic Web und Web Services.

Das Semantic Web bietet ein allgemeines Rahmenwerk provides, das es erlaubt, Daten über Applikations-, Unternehmens- und Community-Grenzen hinweg zu teilen und wiederzuverwenden. Das Semantic Web ist eine Erweiterung des gegenwärtigen Web, in der Information eine wohldefinierte Bedeutung zugewiesen wird, was Mensch und Computer erlaubt, besser zu kooperieren. Das Semantic Web ist also datenzentriert.

Web Services bieten eine Standardmöglichkeit zur Interoperation zwischen verschiedenen Software-Applikationen, die auf verschiedenen Hardware-Plattformen und/oder Rahmenwerken laufen. Web-Services sind nachrichtenzentriert.

Beide Modelle sind wichtig für vernetzte und verteilte Systeme, daher arbeitet das W3C daran, ihre sachgerechte Integration sicherzustellen, sowohl untereinander als auch mit der bestehenden Web-Infrastruktur. Zum Beispiel profitieren Web-Services von der Möglichkeit, gemeinsame Vokabularien zu teilen, unzweideutige Namen und ein gemeinsames Datenmodell, die sich allesamt leicht mit Semantic-Web-Techniken ausdrücken lassen.

Vertrauen und Sicherheit

Das Web hat die Art und Weise verändert, wie wir miteinander kommunizieren. Dadurch hat es auch die Natur unserer sozialen Beziehungen verändert. Menschen „treffen“ sich jetzt im Web und führen geschäftliche und private Beziehungen, in manchen Fällen ohne sich jemals persönlich zu treffen. Das W3C hat die Wichtigkeit von der Entwicklung von Technologien erkannt, die Vertrauen und Sicherheit fördern und dadurch zunehmend komplexere Interaktionen  zwischen Beteiligten rund um den Globus ermöglichen.

Was bedeutet es, wenn eine Technologie Vertrauen fördert? Die W3C Platform for Privacy Preferences (P3P) war ein wichtiger erster Schritt beim Aufbau von Sicherheit, dadurch dass sie Menschen ermöglicht, sich darüber bewusst zu werden, wie sie sich entscheiden können, Informationen sie über sich selbst im Web veröffentlichen – oder nicht veröffentlichen. Basierend auf der Erfahrung mit P3P fährt W3C fort, von Dienstleistern oft gestellte Fragen darüber zu behandeln, wie man Sicherheitspraktiken für solche Dienste implementiert. Organisationen wollen ihre Versprechen einhalten. Deshalb erforscht W3C, wie private Metadaten genutzt werden können, um Userdaten auf vertrauenswürde Art auf Serverseite verwaltet werden können.

Ein Weg, Vertrauen zu etablieren, ist traditionell, eine vertrauenswürdige Form von Ausweis vorzuzeigen, etwa einen Führerschein oder Personalausweis. Analgoge Ausweisprotokolle sind bis jetzt noch nicht weit verbreitet im Web, viele Initiativen versuchen aber, traditionelle Ausweismechanismen in diese neue Umgebung einzuführen. Natürlich treiben hochsensible Aufgaben wie Online-Banking diese Entwicklungen voran, aber auch weniger „sicherheitsintensive“ Anforderungen wie z.B. die Administration von Wikis. Das Semantic Web hilft dabei, Vertrauen aufzubauen, indem es unsere Web-Software „intelligenter“ macht. Semantic Web-Technologien ermöglichen es Software, relevante Informationen für uns zu finden und zu analysieren. Die traditionelle Public-Key-Infrastruktur muss ausserdem erweitert werden, um die Vielfalt der verschiedenen Lebensformen im Web widerzuspielgen.

 

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